Monday, February 14, 2011

Halli-Galli-Drecksauparty - Ski-Wochenende am Plan de Corones

Donnerstag, 10.02.11:
21:00 - 23:00 Uhr: Koffer gepackt (Sonnencreme dabei verlegt, beinah die Skisocken vergessen und ewig lang nach der Skibrille gesucht)

Freitag, 11.02.11:
07:10 - 07:20 Uhr: Auto eingeräumt ("FUCK! Mein Kofferraum is zu kurz für meine Ski - meine Rückbank auch!") und zur Arbeit gefahren
07:20 - 12:00 Uhr: aufgehört mit Arbeiten und erstmal mit Sandy eine Rauchen gegangen... woraus dann 4 wurden
12:45 Uhr: In der Tiefgarage beim Auto-Umparken gegen einen Pfeiler gefahren, jetzt hässliche gelbe Kratzer in der Stoßstange unten links - dem Rumms nach hätte eigtl entweder der Pfeiler oder die Stoßstange weg sein müssen. Nochmal Glück gehabt!
13:00 Uhr: LOS GEHTS! Der Bus bewegt sich geschmeidig mit 50 Arbeitskollegen und mir Richtung Autobahn - und schon werden die ersten Alk-Flaschen ausgepackt.
ein Wodka-O, drei Klopfer, drei Kurze, ein Bacardi-O und eine Halbe später: erster Halt "iwo unter München, aber noch nicht in Österreich", genauer gesagt in "ÖÖÖÖÖH, ISCHENBÖÖRG!!!". Ich war "Klo-Guide" für mehrere Arbeitskolleginnen die sich aufgrund erhöhten Alkoholpegels von mir (weil ich noch nüchtern war) am Arm zur Toilette geleiten ließen. Mehrere Zigaretten später ging es wieder weiter im Partybus.
18:00 Uhr: Ankunft im Hotel Miraval
Wir hatten Zimmer 107 - das ist eins von denen mit Balkon, ideal für Raucher und sogar mit Liegestuhl!
18:30 Uhr: Nachdem meine Kollegen davon abgelassen hatten mich andauernd zum Rauchen vor die Gaststube zu zerren konnte ich mich aufs Essen konzentrieren, welches sich folgendermaßen zusammensetzte:
Vorspeise: Canneloni mit Hackfleisch gefüllt (welches nach Fisch stank, hab ich also nicht gegessen)
Hauptspeise: Hackbraten mit Reis (=ein Häufchen Reis und ein Fleischpflanzerl - waaahnsinnig viel für jemanden, der Hunger hat!)
Nachspeise: Apfelstrudel mit Vanillesoße (der Strudel war aus der Tiefkühltruhe und die Soße aus dem Päckchen - DAS hätte ich auch gekonnt!)
Wie man sich vllt denken kann war ich nach dem Abendessen ziemlich hungrig und übellaunig, weswegen ich beim anschließenden aufsuchen der Bar nur rauchend, ohne Alk und gelangweilt dasaß, die Tussi-Gespräche meiner Azubinen ausblendete und die Schlager gleich mit dazu.
23:00 Uhr: Nachdem ich die deutlich angeheiterte Lisa erfolgreich davon abhielt mit mir in mein Zimmer zu kommen und dort mit mir sonstwas zu machen, war erstmal fett chilln im Bett vor der Glotze angesagt.

Samstag, 12.02.11:
01:00 - 05:00 Uhr: Der Wahnsinn beginnt. Mein von der Magenschleimhautentzündung geschwächter Magen revoltiert gegen den Alkohol, die Musik unter mir wummert bis morgens durch, keine Tablette gegen Übelkeit, kein Fenster aufmachen, kein Wasser trinken - nichts hilft. Mein Blutdruck stieg auf gefühlte 200 mmHg, keine Doku auf N24 half mich abzulenken.
05:00 - 06:30 Uhr: Endlich, Sandra (meine Zimmergenossin) ist da, die Musik geht aus, der Schlaf überrollt mich wie ein Monstertruck.
06:30 Uhr: mit dem absolut scheußlichsten Wecker der Welt (eine Mischung aus Alarmanlage im Kernkraftwerk und Feuerwehralarm) ging es in den Tag.
Der neue Tag vom Zimmerbalkon aus

Der Gipfel ruft!
Mir war zwar immer noch schlecht aber ich wollte, nein MUSSTE auf die Ski! Nachdem ich mich in Ski-Unterwäsche, Playboyshirt, Fleecejacke, Skihose und Skijacke geschmissen hatte mopste ich mir unten vom Frühstück noch ein Vollkornbrot und...
08:30 Uhr: ...auf gings in den Bus, der uns an den Kronplatz - oder "Plan de Corones" brachte - mein Magen war mittlerweile wieder okay.
09:00 Uhr - 11:30 Uhr: SKIIIIFOOOHRN!
Hoch gings mit der Gondel Kronplatz 2000, dann wurde erstmal oben nur blau gefahren - schließlich standen Sandy und ich schon lange nicht mehr auf den Ski!
11:30 - 13:00 Uhr: In dem Gasthaus zwischen den Liften Plateau und Olang II ging es zum Mittagessen und sonnen. Dabei entstanden traumhafte Bilder:

Ich glaube ich muss nicht erwähnen wie gut es getan hat bei Maccaroni mit Schinken-Sahne Soße in der warmen Sonne zu sitzen, die Berge, der blaue Himmel, der glitzernde Schnee, Italienisch um einen rum - Entspannung pur. Trotzdem... hat mir mein Ruha gefehlt. Mit ihr wäre es nochmal so schön gewesen. Irgendwann entführ ich sie auf dieses wunderbare Fleckchen Erde! Und wenn ich dazu ne Gondel mieten muss!
13:00 - 15:30 Uhr: Nach dem Mittagessen gings gut gelaunt und höchstmotiviert an die roten Pisten. Durch die Sonne und die vielen Snowboarder war der Schnee mittlerweile aber ziemlich sulzig und das Fahren nicht mehr sooo toll - aber trotzdem wunderschön!
15:30 - 18:45 Uhr: Weil Sandy und ich keinen Bock darauf hatten, die schwarzen Pisten zum Kronplatz runter (Nummer 1 oder 4) zu fahren, sind wir gaaanz gemütlich mit der Gondel Kronplatz I runter. Im K 1 gab es dann erstmal eine heiße Schokolade mit Amaretto worüber sich die Italiener an unsrem Tisch köstlich amüsiert haben (Kellner: "Cioccolata con Amaretto", Italiener: "Ohooooo, con AMARETTO!"), die dachten wohl wir wären die größten Alkis X|D. Später stieß der Rest unserer 50-köpfigen Truppe zu uns, wir speisten eine wunderbare, original italienische Pizza, machten noch ein bisschen Party (für mich aber ohne Alk wegen Magen) und stifteten den DJ dazu an, auf seinem Podest mit uns das Fliegerlied zu tanzen. Ach ja, irgendwann dazuwischen brachten wir noch unsere Ski in den Bus und entledigten uns unserer Folterstiefel (ich hab an jedem Schienbein einen riesigen blauen Fleck von meinen Skistiefeln X____x).
18:45 - 20:00 Uhr: Wieder ein vorbestelltes Essen. Ich wählte den Zwiebelrostbraten und wurde enttäuscht: Ich konnte KEINEN Knödel anstatt Kartoffeln dazu haben und das Gemüse... war eh Gemüse. Also wurde nur das Fleisch gegessen, welches aber ECHT geil war - innen noch rosa, wie sich das gehört! Nach einem Jägermeister war meine nach dem Essen eintretende Ski-Müdigkeit auch verflogen und weiter gings...
20:00 - 23:00 Uhr: ...in die Giggeralm - so Apres Ski habt ihr noch nie gemacht! Die Musik war DER HAMMER (aktuelle Hits genial gemixt), es gab eine beeindruckende Lichtshow und die Getränke waren auch gut. Die Stimmung heizte sich immer mehr auf, keinen hielt es mehr bewegungslos auf dem Stuhl oder an der Bar und es wurde gefeiert wie noch NIE! Verschwitzt, erschöpft, aber glücklich ging es dann nach Hause, wo sich die Meute aufspaltete in Sauna-, Bar- und Zimmer-Gänger - zu letzteren gehörte ich.
23:00 - 02:00 Uhr: Nach einer Dusche, die ich wirklich genoss, ein wenig Fernsehen (Reportage über die Titanic auf N24, meinem neuen Lieblingssender und Matrix II sowie Star Wars) und Kofferpacken gings dann ins Bett.

Sonntag, 13.02.11:
06:30 - 09:00 Uhr: Gut gelaunt trotz insgesamt nur 6 Stunden Schlaf am gesamten Wochenende sprang ich aus dem Bett, machte mich fertig und haute beim Frühstück richtig rein - der Südtiroler Speck ist einfach da wahnsinn! Weil wir wieder mal auf Berni warten mussten verschob sich die Abfahrt von 8:30 Uhr nach hinten (Micha: "Mann Berni, ich glaub ich hab in meinem Leben schon mindestens einen Tag nur auf dich gewartet!" ò_ó).
09:30 - 11:00 Uhr: Diesmal fuhren noch Becky und Bine bei Sandy und mir mit, doch gefahren wurde wieder das selbe: blau und rot. Unser Ziel war schließlich "gechilltes" Skifahren und kein Beinbruch kurz vor der Abschlussprüfung (die für mich im Mai ansteht).
11:00 - 13:00 Uhr: Einkehrschwung in der Huberalm. EIGENTLICH wollten wir ja NUR was Trinken - aber das Essen sah so verlockend aus, dass uns der Hunger packte. Bei mir lief es auf hervorragende Spaghetti Carbonara hinaus. Wir saßen in einem Bungalow mit Heizpilz, konnten Rauchen und Quatschen weswegen wir irgendwie kleben blieben X|D - auch die Leute aus dem Saarland, die ich eindeutig an dem "Eijooo" und den Gesprächen auf Saarländisch über Homburg identifizierte.
13:00 - 14:40 Uhr: Noch zwei letzte Abfahrten, dann gings wieder mit der Gondel nach unten (Becky: "Sandy, dir hängt da was raus!" *deutet auf Sandys Schritt* => die ganze Gondel inklusive Sandy lacht sich schlapp) zum K1, wo der Durst und das Verlangen nach heißer Schokolade befriedigt wurden.
14:40 - 15:30 Uhr: Etwas wehmütig ging es zum Bus, schweren Herzens packte ich die Ski und Skistiefel in den Bauch des fahrbaren Untersatzes, danach umziehen, ein letzter sehnsüchtiger Blick zum Berg und schon ging es ab in Richtung Heimat.

Auf der Rückfahrt passierte nichts Spektakuläres mehr, außer dass sich der ganze Bus über meine "Erweiterungschnallen" an meinen Skistiefeln amüsierte, die ganzen Kerle im Bus einen Striptease hinlegten (weil sich die Männer wieder mal zu schön waren in die eigens fürs Umziehen vorgesehenen Räumlichkeiten zu gehen...), die Leute im Burger King in Pfaffenhofen die Geschwindigkeit einer gehbehinderten Schnecke haben, kaum in Deutschland jeder sofort mit dem Handy freudestrahlend sein Facebook checkte und für den langhaarigen Busfahrer Tom gesammelt wurde - damit er endlich mal zum Friseur gehen kann.

Alles in Allem  war es ein traumhaftes Wochenende im Schnee. Ich habe genauso viel gelacht wie gelitten, hatte genau so viel Entspannung wie Stress, war endlich mal wieder in meiner "Heimat" bella Italia, habe viele Leute aus der Arbeit näher oder positiv anders kennengelernt, hatte wahnsinnig viel Spaß, habe viele schöne Dinge gesehen und erlebt und... Gott... ICH MUSS NÄCHSTES JAHR WIEDER!!!

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