Thursday, February 17, 2011

Manchmal frage ich mich...

wer du eigentlich bist.

So stark wieStahl,
so sicher wie ein Fels in der Brandung,
mit dem Humor der aufgehenden Sonne,
dem Charme eines wahren Romeo,
dem Optimismus eines Glückskinds,
aufbrausend wie Glut.

So freundlich wie der Dalai Lama,
so gutmütig wie ein Lamm,
so pflichtbewusst und sorgfältig wie ein Präsident,
mit den Umgangsformen eines Königs,
mit der Geduld eines Reihers,
eine perfekte Mauer aus Disziplin.

So still wie Wasser,
so verzweifelt wie ein Blinder,
so erschöpft wie ein Toter,
statisch, ohne Vorwärtskommen,
gestreckt auf dem Boden,
der Himmel unerreichbar.

Mein momentaner Tagesaublauf ist verdammt kraftraubend. Um 6 aufstehen, arbeiten bis frühestens 16 Uhr, danach lernen zu Hause (oder ich bin so müde dass ich erstmal schlafen geh, was meist der Fall ist), beim Abendessen fast einschlafen aber trotzdem essen - weil essen einfach glücklich macht. Ich bin ein Marathonläufer - aber das Ziel ist in Sicht: Die Abschlussprüfung.
Zu alledem kommt noch das Klima unter den jüngeren Mädls hinzu, zu denen ich eigtl am meisten Bezug haben sollte. "Hey, mein Handyakku is leer, kannst du der Julia mal ne SMS schicken ob sie heut Mittag mit ins Einkaufszentrum wil?". Ja... und ich? Bei der um halb zehn ausgemachten Brotzeit allein dasitzen, das Handy als einziger Verbündeter. Um halb 1 in die Kantine hochkommen und merken dass alle schon beim Essen dasitzen und wohl ohne es mir zu sagen früher Mittag gemacht haben. Sowas tut weh. Jeden Tag aufs Neue. Aber ich gebe nicht auf. Die ganz neuen Azubis sehen mich als erste Bezugsperson für alle Dinge in der Arbeit, Fragen, Probleme, Wünsche. Wenn es bei meiner Ausbildungsleiterin irgendetwas gibt - Klausuren, nachträgliche Unterrichte, Praktikanteneinteilung - wendet sie sich an mich. Die "Kleinen" werden mich wählen bei der Azubi-Vertreter-Wahl im Mai. Und dann. Hab ich etwas viel besseres als mit 4 arroganten Zicken im Raucherzimmer zu stehen. Dann hab ich nämlich das Ticket zum obersten Chef in der Hand. Und DIE nicht. Ich freue mich auf die Genugtuung diese aufgetussten Ischen wegen einer wichtigen Versammlung mit dem obersten Chef zu Versetzen.
Weiter gehts: Wochenende gibt es momentan auch keins. Die Con-Zeit hat wieder begonnen, wenn da nichts ist bin ich Skifahren mit der Arbeit, mein Bruder hat seinen 18ten oder ich bin 4 Stunden Fahrt weit weg bei meiner Freundin, die ich trotz allem nicht vernachlässigen will und kann.
Trotzdem... hin und wieder taucht in dieser Matschbrühe aus Erschöpfung und immer weiter über seine Grenzen gehen ein Goldklumpen auf. Das ist das, wofür ich momentan lebe. Lob in der Arbeit, das strahlende Gesicht von "Mama Berta" wenn ich ihr fehlerfrei etwas erledige, die immer näher rückende entgültige Versetzung in den Bereich/das Team wo ich dann für (vllt immer) bin. Auch wenn ich jeden Tag am Limit stehe, auch wenn ich den ganzen Tag nur schlafen könnte und am Wochenende auch noch: Ich kämpfe, gebe nicht auf. So kurz vorm Ziel schon gar nicht!

1 comment:

  1. Ich glaub an dich <3
    Und ich schick dir Kraft, wenn du sie brauchst <3
    Vergiss nicht, was ich dir gesagt habe, ja? ♥

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