Monday, March 21, 2011

Regen.


Wenn der Regen auf deine Haut prasselt. Wenn du jeden Tropfen auf deinem Kopf fühlst, wie das Wasser langsam deine Wangen hinabläuft als wollte es dich streicheln, dich trösten, sagen "es wird schon wieder". Wenn die Luft sauber riecht, wie frisch gewaschen, wenn du in jedem Tropfen nasse Bäume, Straßen und Erde schmeckst. Wenn sich der Regen langsam den Weg hinab zu deinen Lippen bahnt, dich sanft küsst, du einfach nur die Augen schließt, spürst wie nass und schwer deine Wimpern sind, wie kleine Tropfen davon herabfallen und deine Lider wieder leichter werden. Du hörst den Regen in den Bäumen, das Rauschen, dass dadurch entsteht wenn sich die Nässe vom grauen Himmel von Blatt zu Blatt hangelt um irgendwann am Boden zu landen und darin zu versickern. Auch das hörst du, das Gluckern des kleinen Regenrinnsals dass die Straße entlangläuft um im Gulli zu verschwinden. Deine Schultern werden langsam schwerer vom Wasser dass auf dich prasselt, sie sinken immer tiefer, dein Kopf senkt sich, die Haare fallen nach vorne und der Regen bahnt sich in kleinen Punkten und Flüssen den Weg deinen Nacken hinab in dein Oberteil. Wenn du die Augen öffnest siehst du die Straße vor dir, dunkelgrau vor Nässe mit kleinen Bächen darin die dir - immer wieder gebrochen vom Regen - den trostlosen Himmel über dir zeigen, hin und wieder auch den groben Umriss deines Gesichts oder das was du dafür hältst. Die Tropfen fallen in die kleinen Bäche auf dem Asphalt, hinterlassen hin und wieder kleine Blasen die mit dem Rest des nassen Himmels wegfließen. Du siehst ihnen nach wie sie platzen, wartest auf neue Blasen, siehst den Tropfen beim Fallen und im Wasser aufprallen zu.

Ich liebe den Regen.

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