Monday, November 21, 2011

Denn alle Lust will Ewigkeit.


Wir fliehen in die Schatten, wenn der Tag anbricht
Fürchten weder Tod noch Teufel, doch das Sonnenlicht!
Wir trinken eure Leben wie scharlachroten Wein
Es ist Fluch und Segen unsterblich zu sein!
Voller Macht, doch hilflos betrachten wir die Zeit
So sind wir doch nur Sklaven der Unendlichkeit
Nicht nur unser Körper wird unsterblich sein
Auch von unseren Schmerzen kann uns nichts befreien
Unsterblich sein...

Am Ende sind wir allein. Und es gibt nichts außer der kalten Dunkelheit der Ewigkeit.
 
Für jeden kommt eine Zeit, in der der Gedanke an die Ewigkeit zusehends unerträglicher wird. Ein Leben in der Schattenwelt. Nur in Dunkelheit und in Gesellschaft von sich selbst seinen Durst zu stillen verkommt zu einem einsamen, wertlosen Dasein. Die Unsterblichkeit erscheint als eine verlockende Vorstellung, bis man erkennt, dass man sie allein verbringen muss. Also legte ich mich schlafen in der Hoffnung, dass die Geräusche der vorbeiziehenden Jahre verstummen und eine Art von Tod eintreten würde. Aber während ich dort lag, klang die Welt nicht mehr so wie der Ort, den ich verlassen hatte. Irgendwie anders... besser!

Es gibt keine Grenzen mehr zu überschreiten. Alles was ich gemeinsam habe mit dem Unkontrollierbaren und Kranken, dem Gemeinen und Bösen, alles Schlimme was ich verursacht habe und meine totale Gleichgültigkeit dem Gegenüber habe ich nun übertroffen. Mein Schmerz ist gleichbleibend und heftig und ich hoffe für niemanden auf eine bessere Welt. Ich möchte sogar, dass mein Schmerz auch anderen zugefügt wird. Ich will das niemand davonkommt.
Aber selbst nachdem ich das zugebe, gibt es keine Katharsis. Meine Bestrafung entzieht sich mir weiterhin und ich komme zu keinen tieferen Einsichten über mich selbst. Aus meinem Erzählen kann kein neues Wissen herausgeholt werden. Dieses Geständnis war völlig bedeutungslos.

Nachtmahr - "Unsterblich" & "Katharsis"

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